Performance
first

Performance first

Der Grundsatz „Performance first“ gilt für alle unsere Geschäfte gleichermaßen. In einer ersten Phase konzentrieren wir uns vor allem darauf, die Geschäfte in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld zu stabilisieren. Erst dann können wir in einer zweiten Phase unsere Wettbewerbsfähigkeit so weiterentwickeln, dass alle unsere Geschäfte führende Marktpositionen einnehmen können.

Unsere Mittelfristziele bleiben auch für das neue thyssenkrupp bestehen. Wir haben einen klaren Plan, wie wir diese Ziele erreichen. Zu „Performance first“ gehört aber auch die Feststellung, dass wir Geschäfte in unserem Portfolio haben, bei denen die bisherigen Fortschritte bzw. die aktuelle Marktsituation uns aus heutiger Perspektive überhaupt nicht zufrieden stellen. Wir prüfen, ob und wie wir diese Einheiten nachhaltig weiterentwickeln können. Das betrifft aktuell insbesondere drei Geschäfte: Federn und Stabilisatoren, System Engineering und Grobblech. Wir sehen zwar Chancen für eine Weiterentwicklung, aber nicht notwendigerweise unter dem Dach von thyssenkrupp.

Unser neues konzernweites Performance-Programm beinhaltet auch den bereits angekündigten Abbau von 6.000 Stellen. Für diese strategische Neuausrichtung haben wir bereits eine Grundlagenvereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern geschlossen. Denn unser Anspruch ist es wie bisher, Veränderungen mit unseren Mitarbeitern zu gestalten. Zum Ende des Kalenderjahres werden wir zu diesem Thema und zu den drei Geschäften Federn und Stabilisatoren, System Engineering und Grobblech weitere Details nennen können.

Flexibles
Portfolio

Flexibles Portfolio

Unseren Erfolg messen wir künftig daran, dass sich die Geschäfte bestmöglich entwickeln – nicht zwingend daran, dass sie uns mehrheitlich gehören. Seit Mai führen wir verschiedene Gespräche, um Portfoliooptionen und mögliche Partnerschaften in allen Bereichen auszuloten. Wir haben seit unserer Ankündigung ein deutliches Interesse von strategischen Investoren an unseren Geschäften gesehen.

Der Börsengang (IPO) von thyssenkrupp Elevator ist ein erstes Beispiel dafür, wie wir in Zukunft das Portfolio von thyssenkrupp managen und weiterentwickeln werden. Über den Börsengang werden wir unsere Kapitalbasis nachhaltig stärken. Das Kapital werden wir dazu nutzen, den nötigen Konzernumbau weiter voranzutreiben: Dazu gehören Investitionen in Wachstum und aktives Portfoliomanagement, aber auch Partnerschaften.

Die Vorbereitungen für den Börsengang laufen. Bis zum Ende des Kalenderjahres 2019 werden wir den sogenannten „Carve-out“ abgeschlossen haben. Je nach Kapitalmarktumfeld streben wir den Börsengang im Laufe des Geschäftsjahres 2019/2020 an.

Vor dem Hintergrund des großen Interesses werden wir neben dem IPO aber auch die vorliegenden Interessensbekundungen potenzieller Interessenten prüfen.

Effiziente
Organisation

Effiziente Organisation

Unser Ziel ist es auch, schlanker, schneller und einfacher zu werden. Aus dem Grund werden wir ein grundlegend neues Führungs- und Organisationsmodell entwickeln, das die Leistungsstärke unserer Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt. Das betrifft alle Einheiten und Ebenen. Denn es braucht mehr unternehmerische Freiheit für die Geschäfte, aber auch mehr Verantwortung.

Die Konzernzentrale werden wir schlank aufstellen und die Verwaltungskosten von derzeit 380 Mio € in den nächsten zwei Jahren auf unter 200 Mio € senken. Schon in diesem Jahr werden wir deutlich weniger als im Vorjahr ausgeben und unsere selbst gesteckten Ziele für das Geschäftsjahr übertreffen. Auch im restlichen Konzern sehen wir durch die Vereinfachung unserer Strukturen erhebliches Einsparungspotenzial. Wir müssen selbstkritisch feststellen, dass wir hier zum Teil erhebliche Redundanzen haben und zu viele Hierarchieebenen. Unser Ziel ist es, da, wo möglich, eine Ebene rauszunehmen. Wir werden Ende des Kalenderjahres weitere Details hierzu bekanntgeben.

FAQ

Wieso braucht es eine neue Strategie?

Wie genau sieht die neue Strategie für den thyssenkrupp Konzern aus?

Was bedeutet es, dass die Geschäfte Grobblech, System Engineering und Springs & Stabilizers auf dem Prüfstand stehen?

Wann wird es erste Verkäufe bzw. Akquisitionen geben?

Wird es zu Stellenabbau kommen?

Wie ist der Stand der Vorbereitungen für den Börsengang von thyssenkrupp Elevator?

Wie geht es weiter im Stahlbereich?